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Prophetie Seine Pläne hat Gott uns in seinem Wort, der Bibel, kundgetan. Die Weissagung in der Bibel unterscheidet sich komplett von der Weissagung z.B. eines Nostradamus. Im Falle Nostradamus hat einer in „verschlungener Rede“ Dinge gesagt, die man im Laufe der Geschichte eventuell auf dieses oder jenes Ereignis anwenden kann. In der biblischen Prophetie hat nicht einer etwas gesagt, sondern haben wenigstens 40 Menschen im Laufe von 1.500 Jahren die Zukunft durch direkte Rede oder durch Symbolik bekannt gemacht. Dies dient als Schutz davor, Dinge falsch auszulegen. Denn in 2. Petr. 1,20 heißt es: „... indem ihr dies zuerst wisset, dass keine Weissagung der Schrift von eigener Auslegung ist.“ Man braucht die ganze Bibel, um die Bibel auszulegen. Man kann sie nicht nach Belieben auslegen.
Die Prophetie kann man mit einem Puzzle vergleichen. Ein Puzzle besteht aus einer Menge von Teilen: größeren und kleineren, wichtigeren und unwichtigeren. Manche Teile sind entscheidend (die vier Ecken). Andere sind sehr wichtig: der Rand. Manche haben besondere Farben - sie fallen auf. Manche sind unauffällig. Aber damit das Bild zustande kommt, braucht man sie alle! So verhält es sich auch mit der Prophetie. Deshalb müssen wir, bevor wir z.B. die Offenbarung auslegen wollen, erst einmal versuchen, die verschiedenen Teile zusammenzusuchen.
Die Hauptperson in der Prophetie Die Hauptperson in den Plänen Gottes ist Jesus Christus, der Messias, der Sohn Gottes. Er ist auch der Inhalt der Prophetie: „Denn der Geist der Weissagung ist das Zeugnis Jesu.“ (Off. 19,10). Anders formuliert: Das, worum es in der Weissagung geht, ist Jesus Christus. Die Propheten des Alten Testamentes gaben Zeugnis von Ihm, und zwar von
- den Leiden des Christus: Er kam vor 2000 Jahren, um am Kreuz auf Golgatha die Schuld der Menschen zu bezahlen.
- den „Herrlichkeiten“ danach: seine Königsherrschaft. Er kommt zurück, um hier in dieser Schöpfung, nach Gottes Plan, sein Königreich zu errichten.

Der Höhepunkt in der biblischen Geschichte ist das erste Kommen Jesu, seine Leiden und sein Sterben am Kreuz. Die Bibel nennt diese Zeit: “Die Fülle der Zeit.” Ein ähnlicher Ausdruck lautet: “Haushaltung der Fülle der Zeiten.” Er hat jedoch eine ganz andere Bedeutung: Hier handelt es sich um die Zeit der Regierung des Herrn Jesus über die ganze Welt. Das ist das Ziel Gottes mit dieser Welt: „Denn die Erde wird voll werden von der Herrlichkeit des Herrn, so wie die Wasser den Meeresgrund bedecken!“ (Hab. 2,14) und: "... das Geheimnis seines Willens, .. , das er sich vorgesetzt hat ... für die Verwaltung der Fülle der Zeiten: alles unter ein Haupt zusammenzu- bringen in dem Christus, das was in den Himmeln und das, was auf der Erde ist, in ihm, ..." (Eph. 1,9.10). Dieser Höhepunkt, die Leiden des Messias zur Errettung der Menschen, und dieses Ziel, die Königs- herrschaft des Messias, sind sozusagen Eckdaten des Planes Gottes mit den Menschen.
Gott Wenn wir über Gott reden, meinen wir den Schöpfer des Himmels und der Erde. Es ist der Gott,
- der bereits vor der Schöpfung als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist existierte.
- der sagen konnte: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bild, nach unserem Gleichnis.“ (1. Mose 1,26).
- der vor „Grundlegung der Welt“ Pläne machte und sie, seitdem Er die Himmel und die Erde erschaffen hat, von Anfang bis Ende durchführt und zwar so, wie Er sich das vorstellt.
- dem nichts aus der Hand läuft! Er hat alles im Griff. Seine Ziele wurden erreicht und werden erreicht werden. Er kann sagen: „Ich verkündige vom Anfang, was am Ende geschehen wird und das, was ich mir ausgedacht habe, wird eintreffen.“ (Jes. 46,10)
Ziele Menschen setzen sich Ziele. Gott macht das auch. Um diese Ziele zu erreichen, stecken wir uns Unterziele. Gott macht das auch. Um unsere Ziele zu erreichen, treffen wir Vorbereitungen. Gott hat das auch getan. Das erste Kommen des Herrn Jesus hat Gott ganz genau vorbereitet. Und auch sein zweites Kommen hat Er vorbereitet.
Verschiedene Zeiten Gott ist immer derselbe, aber Er handelt nicht immer gleich. Bei uns Menschen ist das auch so! Das ist ganz normal. Gott hat versucht, durch sein unterschiedliches Handeln die Menschen auf das Kommen Jesu vorzubereiten:
- das Paradies
- die Zeit der Selbstbestimmung der Menschen
- die Zeit der Regierung der Menschen
- die Zeit des Glaubens
- die Zeit unterm Gesetz
Der verheißene Erlöser, der Messias, wurde in diese Zeit des Gesetzes hinein geboren (Gal. 4,4.5). Der Schöpfer kam in seine Schöpfung, aber seine Geschöpfe kannten ihn nicht. Der Messias kam zu seinem Volk, aber es nahm Ihn nicht an (Joh. Ev. 1,12ff). Nach seiner Auferstehung kehrte Er in den Himmel zurück. Jetzt leben wir in der Zeit der Gnade. Diesem Zeitabschnitt folgt die Zeit der Königsherrschaft Jesu.
Opfer Weil Jesus Christus zunächst als „Opferlamm, welches die Sünde der Welt wegnimmt“ kommen würde (Joh. Ev. 1,29), hat Gott dies den Menschen in symbolischen Handlungen klargemacht:
- das Schlachten der Tiere sofort nach dem Sündenfall
- das stellvertretende Opfer Abels
- die Opfer nach der Sintflut
- das Opfer Abrahams
- die Opfer des Volkes Israel
- usw.
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